sprachraum

Im Rahmen der komparatistischen Buchreihe »sprachraum« fungiert der denkpanzer als Textagentur und Verlagspartner gleichermaßen. Dieses Projekt gibt Studierenden die Möglichkeit, sich als AutorInnen zu erproben, aber auch als HerausgeberInnen. Learning by doing und das Sammeln von Erfahrungen stehen hier im Vordergrund.

Die folgenden Bände sind bereits erschienen:

›sprachraum‹ fünf

Kunst und Irritation

Markus Stegmayr / Johanna Zorn (Hg.)

Kunst, die irritiert, macht sprachlos. Sie lässt gewohnte Wahrnehmungs- und Rezeptionsmuster ins Wanken geraten, den Diskurs stocken. Wie spricht man über Kunst, über die man im ersten Moment der Begegnung gar nicht sprechen kann oder sprechen will? Wie nähert man sich einem Kunstwerk an, das zuerst nur Unverständnis, Ekel oder gar Ablehnung hervorruft? Wie findet man Beschreibungskriterien und Kategorien, um über Kunst zu sprechen, die sich einer eindeutigen Charakterisierung zunächst entzieht und genau deshalb ästhetische Erschütterungen auslösen kann?
Die Texte in dem hier vorliegenden Band – hervorgegangen aus einem Seminar an der Vergleichenden Literaturwissenschaft der Universität Innsbruck – versuchen mögliche Antworten auf diese Fragen zu fi nden. Der Vielzahl an Annäherungsmöglichkeiten an das komplexe Phänomen der Irritation trägt eine Fülle an unterschiedlichen Kunstwerken aus den Bereichen Literatur, Musik, Bildender Kunst und Film Rechnung, mit der sich der Leser dieses Buches konfrontiert sieht.
Mit einem Vorwort von Herbert Salzmann und Martin Sexl.

›sprachraum‹ vier

[gender]
From Field Studies to Agency Theories

Nina Fuchs/Julia Prager (Hg.)

Wie fühlt es sich an, von Sprache verurteilt zu werden? Sprachlos gegenüber einem Text zu stehen, der nie vorgehabt hat, Ihre Meinung zu hören? Stellen Sie sich vor, dass dieser Text, der Sie hier ignoriert, der juridische und moralische Gesetzestext der Gesellschaft ist, in der Sie leben. Und jetzt stellen Sie sich vor, dass das, was hier unter gender gefasst wird, eine Art Lektürepraxis ist, ein Versuch, genau diesen Text zu lesen und dabei eben das sicht- oder lesbar werden zu lassen, das im wahrnehmbaren Teil der Zeichen keinen Platz gefunden hat – wie eben auch Ihre Meinung.
Gender kann Teil einer theoretischen, politischen oder auch alltäglichen Praxis sein, die sich als Sensibilisierung für das Nicht-Wahrnehmbare umschreiben lässt, als kritische Haltung demgegenüber, was „offensichtlich“ ist.
Dieser Band umfasst Beiträge von Studierenden der Vergleichenden Literaturwissenschaft, die mit ihren Reflexionen eben diese Grenze des Gewohnten überschreiten und mit dieser Überschreitung auch jenen Punkt erreichen, an welchem die (Geistes-)Wissenschaft das Politische berührt.

›sprachraum‹ drei

Filme über die Shoah

Susanne Pedarnig/Lara Waldhof (Hg.)

– Darf man in einem Holocaust-Film lachen?
– Wie viel Freiheit hat Kunst im Umgang mit einem der größten Verbrechen der Menschheitsgeschichte?
– Wie verträgt sich Claude Lanzmanns ›Bilderverbot‹ mit Steven Spielbergs KZ-Kitsch?
– Kann man den Holocaust ›authentisch (nach-)erzählen?‹
– Waren die Nazis ganz normale Menschen?
– Kann die Revolte in einem KZ
spannend sein?
– Warum würde Claude Lanzmann Bilder aus den Gaskammern zerstören?
– … und warum tötet Quentin Tarantino eigentlich Hitler?

Vor dem Hintergrund der Kritischen Theorie, die sich v. a. durch die Schrecken des Zweiten Weltkriegs gezwungen sieht, die Gesellschaft einer radikalen Kritik zu unterziehen, wenden die Beiträge dieses Buches Texte der Kritischen Theorie auf Filme über die Shoah an und »lesen« diese im gegenwärtigen Kontext. Die untersuchten Filme reichen von Claude Lanzmanns »Shoah« über Steven Spielbergs »Schindlers Liste«, Roberto Benignis »Das Leben ist schön« und Stefan Ruzowitzkys »Die Fälscher« bis hin zu Quentin Tarantinos »Inglourious Basterds.«

›sprachraum‹ zwei

Zwischen dort und hier
Acht Annäherungen an die zeitgenössische bosnische Literatur

Elena Messner / Antonia Rahofer (Hg.)

Der zweite Band der Reihe ›sprachraum‹ nimmt die Eigenlogik von Orten sowie die narrativen Modellierung des symbolischen Raumes Bosnien in den Blick. Speziell die Stadt Sarajewo bildet dabei den Ausgangspunkt einer Suche nach den Widerständigkeiten des Gegenstandes und seiner literarischen Vermittlung. Die performative Dimension des Erzählens für die Konstitution des Raumes bedeutet aber auch, dass sich die Frage nach der literarischen Inszenierung mit jener der Repräsentierbarkeit von Krieg, Zerstörung und der Darstellung von Freund- und Feinbildern verschränkt. Welche textuellen Strategien entwickeln AutorInnen, um das scheinbar Unbeschreibbare dennoch in Worte zu fassen?

Aus dem Inhalt
Im Spannungsfeld zwischen kulturwissenschaftlicher Reflexion, Literaturkritik und Essayistik entstanden acht unterschiedlichste Annäherungen an Texte von Ferida Duraković, Alma Lazarevska, Miljenko Jergović, Dževad Karahasan, Saša Stanišić und Nenad Velicković.

›sprachraum‹ eins

Peter Handke und der Krieg

Stefanie Denz / Dagmar Pirkl (Hg.)

Peter Handke war in den letzten Jahren nicht nur durch seine schriftstellerische Tätigkeit im Bewusstsein der (literarischen) Öffentlichkeit präsent, sondern vor allem auch durch seine Texte und Aussagen zum Thema (Ex-)Jugoslawien sowie durch Reisen in diese Region. Die Beiträge des Bandes nehmen Peter Handkes politisch-essayistische Texte zum Balkan sowie seine damit direkt zusammenhängenden literarischen Produktionen in den Blick und explizieren die theoretischen Implikationen des gesellschaftspolitischen Kontextes – wählt Handke doch bewusst einen »poetischen« Zugang zu den Ereignissen am Balkan.

Aus dem Inhalt
• Beiträge zu Werken Peter Handkes wie »Abschied des Träumers vom Neunten Land«, »Eine winterliche Reise«, »Die Fahrt im Einbaum«, »Die morawische Nacht« u.a.
• Beiträge zu den Ereignissen auf dem Balkan, zum Problem der medialen Vermittlung bzw. Wahrnehmung von Krieg, zu Handkes Poetik und Medienkritik, seinen öffentlichen Auftritten und der Debatte um die Heine-Preis-Verleihung.

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